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Qigong

 
Allgemeines

 

Die Möglichkeiten die Gesundheit zu pflegen und gesund alt zu werden, wurden in China von Alters her erforscht und gepflegt. Qigong (sprich: Tschi-Gung) ist ein Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Ziel von Qigong ist es, die Lebensenergie des Einzelnen zu stärken und ihn körperlich, geistig und seelisch flexibler zu machen. Der ganzheitlichen Ansatz von Qigong umfasst gymnastische Elemente ebenso wie meditative Übungen. Zunehmend wird Qigong auch in den westlichen Ländern eingesetzt, um Krankheitsverläufe positiv zu beeinflussen, etwa bei Rheuma, Nervenerkrankungen, Krebs, Tinnitus oder Asthma. 

Geschichte: 

Die Geschichte von Qigong ist ungefähr 5.000 Jahre alt und wird in China seit Jahrtausenden praktiziert - zur Erhaltung der Gesundheit und zur Selbstheilung. Archäologischen Funde dem im Jahre 168 v. Chr. verschlossenen Grabes von Mawangdui zeigen auf einem Seitentuch wunderbare Darstellungen der Übungen "Fünf Tiere". Viele der heute noch angewandeten daoistischen Übungen sind in dem so genannten. "Gelben Kaiser" beschrieben. Dieses älteste medizinische Lehrbuch Chinas wird dem gelben Kaiser, zugeschrieben, der Mitte des dritten Jahrtausends vor Christus regiert haben soll. Dieses umfassende Buch beinhaltet auch den ganzen theoretischen Hintergrund der damals bekannten Medizin und gibt Ratschläge für die Harmonisierung des Alltags, wie beispielsweise eingehende Anweisungen für Akupunkteure.

In der Volksrepublik China erlebt Qigong seit 1980 eine Renaissance und erhält Zugang in breiten sozialen Schichten. In China ist es - seit Ende der kommunistischen Revolution - zu einem Massenphänomen geworden. 

Qigong passt nicht in das Konzept der westlichen Medizin. Während die östliche Medizin den Menschen ganzheitlich betrachtet und nach den Ursachen sucht, arbeitet man im Westen eher symptomatisch. Während Qigong fester Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin ist, begegnet die Schulmedizin dieser Therapieform noch mit Zurückhaltung. 

Nachdem es in den Jahren ab 1970 nur erste Vorreiter gab, findet Qigong aufgrund seiner asiatischen Renaissance nun auch in größerem Maße seinen Weg in den Westen.

Neuerdings entwickeln sich in den westlichen Industrienationen, aber auch im asiatischen Raum modernere Arten wie das medizinische Qigong, das ganz gezielt zur Genesung von Krankheiten im Sinne der westlichen Schulmedizin eingesetzt wird. Davon gibt es viele Unterformen wie etwa Qigong in der Krebstherapie, zur Geburtsvorbereitung oder Qigong mit Kindern. Diese modernen Arten arbeiten mit ganz anderen Ansatzpunkten, die es zu Beginn der Geschichte von Qigong noch nicht gab.

Qigong bildet auch die Wurzel verschiedener Kampfsportarten. Qigong lehrt, die Energie wahrzunehmen, sie zu stärken, gezielt zu leiten und einzusetzen. Das bedeutet: Qigong ist eine Voraussetzung dafür, die anderen Disziplinen ausüben zu können. Das gilt insbesondere auch für die Kampfsportarten. Schließlich liegt die chinesische Wiege der Kampfkünste im Kloster Shaolin in der chinesischen Provinz Henan. In diesem Kloster wird Qigong als Basis betrachtet. Die östlichen Kampfsportarten arbeiten mit der inneren Energie. Ohne diese ist der Kampf nur eine primitive körperliche Auseinandersetzung unter Einsatz roher Gewalt.

Seit etwa 25 Jahren gibt es in westlichen Therapieformen neue Ansätze, sich bei Qigong Anleihen zu holen. Ein Beispiel dafür ist die Visualisierungsmethode nach Simonton, die vor allem in der Krebstherapie angewandt wird. Einige Züge von Qigong finden sich auch in der Muskelentspannungsmethode nach Jakobsen und im Autogenen Training.