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Misteltherapie

 
Allgemeines

Die heilenden Wirkungen der Mistel werden in der Naturheilkunde bereits seit mehr als 2000 Jahren gelobt und es ist nicht weiter verwunderlich, daß auch der Druide Miraculix aus den Asterix-Comics der Neuzeit stets Misteln für seinen unbesiegbar machenden Zaubertrank benötigt.

Schon um 440 v. Chr. verwendete Hippokrates, auf dessen Vermächtnis sich auch unsere heutige Medizin stützt, die Mistel gegen die "Milzsucht". 

Anfang der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts empfahl der Anthroposoph Rudolf Steiner den Einsatz der Mistel in der Behandlung von bösartigen Tumoren beim Menschen. Er schlug bestimmte Präparationen und Anwendungsweisen vor, die von der anthroposophischen Medizin in der Entwicklung von Mistelpräparaten aufgegriffen wurden. Heute ist die Anwendung von Mistelextrakt eine weit verbreitete Form der so genannten unkonventionellen Tumortherapie. 

Rudolf Steiner lehrte nicht nur die therapeutischen Einsatzmöglichkeiten der Mistel, sondern es gab auch Anweisungen, wie man den Mistelextrakt gewinnt. Je nach Wirtsbaum werden verschiedene Präparate der Mistel hergestellt. 

Die Misteltherapie erfreut sich einer immer größer werdenden Anhängerschaft. Ärzte verordnen mehr und mehr Mistelpräparate. Insbesondere aber sind es die Patienten, die vielfach selbst mit dem Wunsch, "eine Misteltherapie, machen zu wollen", vorstellig werden.

In der Misteltherapie werden Mistelpräparate zu Behandlungszwecken eingesetzt. Es gibt unterschiedliche Arten der Misteltherapie. Allen gemeinsam ist die Mistelpflanze, ein Halbparasit, der eine Wirtspflanze zum Leben braucht, auf der er wächst und die ihn mit Nährstoffen versorgt. 

In ihrem Verhalten ähnelt die Mistel einem Krebsgeschwür: Ihr parasitäre Verhalten ähnelt dem Verhalten von Tumoren. 

  • Die Mistel ruft bei Bäumen, die sie befällt, krebsartige Wucherungen hervor.
    • - - der Tumor ist eine bösartige Wucherung, ob kompakt oder infiltrativ wachsend
  • Im Gegensatz zu anderen Pflanzen hat die Mistel keine bevorzugte Wachstumsrichtung wie "oben" oder "unten". 
    • - - auch der Tumor wächst ohne vorgegebene Richtung in seine Umgebung hinein
  • Die Blätter und Stengel orientieren sich nicht nach der Sonne , sondern formen sich immer zu einem runden Busch. 
    • - - auch der Krebs breitet sich aus ohne sich nach anderen Organen zu richten
  • Anders als andere höhere Pflanzenarten hat die Mistel keine unterschiedlichen Blattober- und unterseiten
    • - - die Krebszellen sind (meist) auch alle einheitlich
  • Die Mistel hat ein ausgeprägtes Eigenleben und richtet sich nicht nach Umfeld und Jahreszeiten. Sie blüht im Frühjahr und fruchtet im November/Dezember - wenn der Wirtsbaum im Winterschlaf ist.
    • - - auch der Tumor führt im Körper sein Eigenleben