Allgemein
Nach der Lehre des Ayur-Veda wird unser Körper von drei grundlegenden
natürlichen Steuerungs- und Regulationssystemen des menschlichen Körpers
gelenkt: Die drei Doshas. Sie steuern die komplexen Wechselwirkungen
zwischen Körper und Geist, welche für unsere Gesundheit verantwortlich sind.
Sie heißen Vata, Pitta und Kapha.
Nach ayurvedischer Vorstellung ist jedem Menschen eine Konstitution eigen,
die sich aus einer individuellen, nur für ihn typischen Zusammensetzung aus
diesen drei Doshas ergibt. Gerät dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht,
entstehen zunächst Unwohlsein und dann Krankheit. Die Methoden des Ayurveda
zielen vor allem darauf, dieses Gleichgewicht zu erhalten und die
Körperenergien, mit denen auch die Traditionelle Chinesische Medizin und die
Akupunktur arbeiten, zu harmonisieren.
Das Verhältnis der Anteile von Vata, Pitta und Kapha zueinander macht die
Konstitution des Menschen aus. Die Zusammensetzung der Doshas bestimmt
gewisse Stärken, Schwächen, Krankheitsanfälligkeiten und
Reaktionsmöglichkeiten des Körpers. Sie bilden eine ganz spezielle Mischung,
die in Harmonie bleiben sollte. Da diese drei Kräfte aber dynamisch wie der
Lebensprozeß sind, kann eine Störung der Balance sehr leicht eintreten und
damit den Menschen krank machen.Geraten die drei Doshas aus dem
Gleichgewicht und kennt der ayurvedische Therapeut/In die Konstitution eines
Menschen, so kann er aus der Vielfalt der ayurvedischen Behandlungsmethoden
die für seinen Typ optimale Auswahl treffen, um die Doshas wieder "ins Lot"
zu bringen..
Im Westen und auch in Deutschland begegnet man meistens dem sogenannten "Maharishi-Ayurveda",
einem unter der Aufsicht von Experten in seinem ursprünglichen Sinn
wiederhergestellten Ayurveda.
In Europa und U.S.A. wurde der Ayurveda in den letzten Jahren vorrangig
durch das bekannte Reinigungsverfahren "Pancha-Karma" und den damit
verbundenen Reinigungs- und Aufbauanwendungen bekannt. Diese Kur sollte unter
Leitung eines erfahrenen Therapeuten durchgeführt werden.
Ayurveda befasst sich neben der Pflege der Gesundheit mit acht
eigenständigen Medizinbereichen:
- Innere Medizin
- Frauen- und Kinderheilkunde
- Hals-Nasen-Ohren- und Augen-Heilkunde
- Geisteskrankheiten
- Chirurgie
- Toxikologie (Lehre von den Giften)
- Gesundheitsförderung
- Sexualmedizin
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