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Autogenes Training

 
Allgemeines

 

Autogenes Training (auto = selbst, gen = entstehen) ist eine Art der Selbsthypnose, durch die es möglich wird, unwillkürlich gesteuerte Vorgänge im Körper willentlich zu beeinflussen, um Entspannung und die damit verknüpften körperlichen, mentalen und seelischen Vorgänge auszulösen.

Die Technik der »konzentrativen Selbstentspannung« wurde vom Nervenarzt J. H. Schultz (Berlin, später USA) aufgrund von wissenschaftlichen Beobachtungen, die er an hypnotisierten Personen anstellte, entwickelt. Er stellte fest, dass einige den unter Hypnose eintretenden Zustand gedämpfter Wahrnehmung, verbunden mit Empfindungen der Wärme und angenehmen Passivität, selbst (autogen) erzeugen konnten.

Aus seinen Erkenntnissen entwickelte er ein System geistiger Übungen, das er 1932 unter dem Titel

 »Das autogene Training. Konzentrative Selbstentspannung« 

veröffentlichte. Heute wird das Autogene Training von vielen Menschen genutzt - zur geistigen und körperlichen Entspannung, aber auch zur Linderung körperlicher und seelischer Beschwerden. Sie ist vor allem in Europa weit verbreitet.

Wer die Methode - am besten unter kundiger Anleitung - erlernt, kann sie jederzeit und an jedem Ort ohne weitere Voraussetzungen anwenden. Wissenschaftlich wurde sie bereits vielfach untersucht, wobei die Studienkriterien für den heutigen "Geschmack" teilweise nicht streng genug waren, um den letzten wissenschaftlichen Zweifel über die Wirksamkeit auszuräumen. Insgesamt belegen etliche Studien indessen einen Effekt oder legen ihn zumindest nahe.