Allgemeines
Die Blutentnahme in Form eines Aderlaß, die sogenannte Phlebotomie oder
Venaesectio, ist eines der ältesten Heilverfahren, deren Geschichte über 2000 Jahre zurückreicht.
Neben dem Aderlaß ist die Blutegeltherapie und das blutige Schröpfen eine blutentziehende
Behandlungsmethode, die schon zu allen Zeiten zu den Tätigkeiten des Heilpraktikers gehörten.
Schon mehrere hundert Jahre vor Christus genoß der Aderlaß als Heilverfahren großes Ansehen.
Hippokrates (460 - 377 vor Chr.) berief sich schon auf Schriften, die mehrere hundert Jahre alt
waren ! Schon damals kannte man die entzündungshemmende, krampf- und schmerzlindernde Wirkung
dieser Therapie. Damals erklärte man sich die Wirkung dadurch, daß mit dem 'zur Ader lassen'
krankmachende Stoffe aus dem Körper ausgeleitet würden.
Dabei ist es seltsam, dass der einfache Aderlass gerade dort hilft, wo man heute glaubt,
"schwere Geschosse" einsetzen zu müssen.
Vollkommen zu Unrecht stellt man sich unter dem Aderlaß eine mittelalterlich anmutende
Gewaltmaßnahme mit großen Blutlachen und leichenblassen Patienten vor.
Heute weiß man natürlich etwas mehr.
Der Aderlaß, eigentlich eine "Blutentnahme" ist eines der ältesten Heilverfahren. Neben dem
reinen Druckabbau im Blutsystem (vor allem bei der Bluthochdruckkrankheit) ist die von der
Schulmedizin oft unterschätzte Anregung der Selbstheilungskraft - ein erwünschter Effekt bei
der Anwendung dieses Verfahrens.
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